Aufbau eines Ökokontos
Stadt Bitburg

im Zuge der Aufstellung des Flächennutzungsplans der Stadt Bitburg, die durch unser Büro erfolgte, stellte sich die Frage nach einer sinnvollen Integration der Landschaftsplanung insbesondere deshalb, weil der Landschaftsplan bereits einige Jahre alt und nicht mehr in jedem Punkt auf dem neuesten Stand war. Er enthielt insbesondere keine verwertbaren Aussagen zu möglichen landespflegerischen Ausgleichsflächen, denn ein Bezug der vorgeschlagenen Maßnahmen zu bestimmten städtischen Grundstücken fehlte. Statt dessen waren die landespflegerischen Zielvorstellungen nach rein fachlichen Kriterien erarbeitet worden, was aber in der Praxis dazu führte, das verschiedene Maßnahmen mangels Flächenverfügbarkeit gar nicht umsetzbar waren.

So stellte es sich als sinnvoll heraus, zur Bevorratung von landespflegerischen Ausgleichsflächen für die mittel- bis langfristige städtische Siedlungsentwicklung einen Flächenpool zu schaffen, der die Realisierung künftig notwendiger Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen zu möglichst geringen Kosten gewährleistet. Dies ist aber nur dann möglich, wenn die betreffenden Grundstücke sich in öffentlichem Besitz befinden oder zumindest eine Zugriffsmöglichkeit im Bedarfsfall sicher gestellt ist.

In diesem Zusammenhang wurde ein 'Ökokonto' im Flächenumfang von annähernd 250 ha geschaffen, das auf Basis einer umfangreichen Grundlagenuntersuchung vom Büro ISU konzipiert wurde. Es beinhaltet ausschließlich solche Flächen, die sich bereits in städtischem Besitz befinden oder auf die die Stadt Bitburg aufgrund von verbindlichen Vereinbarungen tatsächlich zugreifen kann, sobald dies erforderlich ist.

Neben der Bestandserfassung einer großen Zahl von Liegenschaften wurde eine nach landespflegerischen aber auch nach wirtschaftlichen Kriterien optimierte Flächenauswahl betrieben und schließlich so umgesetzt, dass die geeigneten ‚aufzuwertenden' Bereiche im FNP konkret dargestellt werden konnten. Die weitere Betreuung des ‚Kontos' und die Umsetzung der auf den Flächen konkret durchzuführenden Maßnahmen steht als nächster Arbeitsschritt an.

Projektfakten:

Auftraggeber

Stadt Bitburg


Ansprechpartner

Herr Hahn, Stadtverwaltung


Planungszeitraum

2000 - 2003